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Einstellungen zur Cannabisgesetzgebung und -regulierung in der Schweiz

Bevölkerungsbefragung des Bundesamtes für Gesundheit

Das Schweizer Cannabisrecht ist sowohl einfach als auch komplex. Einerseits ist Cannabis seit 1951 eine verbotene Substanz, andererseits konnte dieses Verbot in der Praxis nie vollständig durchgesetzt werden. Die Zahl der regelmäßigen Konsumenten wird auf über 220000 geschätzt, ein Drittel der Bevölkerung hat bereits mit Cannabis experimentiert. Der Schwarzmarkt floriert und Verbraucher, die die Qualität der Produkte in der Regel nicht kennen, sind sowohl schlecht geschützt als auch für Präventionsmaßnahmen schwer zu erreichen.

Auch in der Schweiz hat die Debatte zuletzt Fahrt aufgenommen. Eine neue Ära in der Cannabispolitik begann im Herbst 2020, als das Parlament den Versuchsartikel über Pilotversuche mit begrenzter Zeit annahm und begleitete wissenschaftliche Studien, mit legaler Freisetzung von Cannabis für nicht-medizinische Zwecke.

Die erwarteten Ergebnisse dieser Pilotversuche werden es ermöglichen, Lösungen für die oben genannten Probleme zu untersuchen und werden auch verwendet, um viele Fragen zu Gesundheit, Konsum- und Kaufverhalten sowie den Auswirkungen einer Verteilung zu untersuchen Ordnung und Sicherheit.

Die Umfrage im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit

Dieser Bericht über die Untersuchung von Sotomo im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (OFSP) passt in diesen Kontext. Ziel dieser repräsentativen Bevölkerungsbefragung war es, die Haltung des Schweizer Stimmvolkes im Vorfeld der Pilottests zu erfahren und Fragen zur Akzeptanz solcher Tests, der zu bevorzugenden rechtlichen Vorgehensweise und den zu treffenden konkreten Regulierungsmassnahmen zu untersuchen acht Gebiete sowie eine mögliche Legalisierung von Cannabis Die Datenerhebung fand zwischen Ende Januar und Anfang April 2021 statt Jahre alt, die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen und in einer schweizerischen Gemeinde wohnhaft sind. Die Erststichprobe umfasste 18 Personen, deren Postanschrift zufällig aus dem Stichprobenrahmen des Statistischen Bundesamtes gezogen wurde.

Die entsprechenden online Version wurde mit einer Papierversion kombiniert. Der Fragebogen wurde einer zweistufigen Vorprüfung unterzogen, um sicherzustellen, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt wurden. Da die Zufallsstichprobe nach Sprachregionen geschichtet war und die Lateinische Schweiz im Vergleich zur Deutschschweiz überrepräsentiert war, wurde eine statistische Gewichtung verwendet, um diese Überstichprobe zu korrigieren. Nach Aufreinigung und Kontrolle konnten 3166 Antworten für statistische Auswertungszwecke verwendet werden, dh eine Teilnahmequote von 39,8 %.

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Eine klare Mehrheit von 70 % der Befragten findet es wichtig, dass die Cannabisgesetzgebung in der Schweiz geändert wird

Generationen, die bereits viele Debatten zur Drogenpolitik erlebt haben, stehen ihr besonders positiv gegenüber.

Pilotversuch und Standort : Zwei Drittel der Befragten abonnieren künftige Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis für den Freizeitgebrauch. Städtische Gebiete und insbesondere die Orte, an denen solche Projekte vorgesehen sind, stechen mit noch stärkerer Unterstützung hervor als in anderen Regionen der Schweiz.

Unterstützung bei der Legalisierung : Jeder Dritte spricht sich klar für die Legalisierung von Cannabis mit wirksamem Gesundheitsschutz aus, jeder Dritte eher dafür. Knapp 30% der Befragten sind gegen die Legalisierung von Freizeit-Cannabis. Wirksamer Gesundheitsschutz: Im Falle einer Cannabis-Legalisierung ist ein wirksamer Gesundheitsschutz erforderlich. Im Vordergrund muss die Stärkung des Jugendschutzes stehen, und dann geht es darum, die Prävention zu entwickeln und den THC-Gehalt legaler Cannabisprodukte zu begrenzen.

Diese unbefriedigende Situation sorgt seit langem nicht nur in der Schweiz für politische Auseinandersetzungen. Nach der Veröffentlichung neuer Empfehlungen und einer Neubewertung der Lage durch die WHO und die Vereinten Nationen begannen vor rund zehn Jahren immer mehr Länder, den Konsum der Droge Cannabis für medizinische Zwecke weltweit zu legalisieren.

Seit 2013 haben mehrere US-Bundesstaaten und verschiedene Länder, darunter Kanada, Uruguay und Südafrika, das Verbot von Freizeit-Cannabis (mit unterschiedlichen Vorschriften) aufgehoben. In Europa unterliegt der Konsum dieser Substanz von Land zu Land sehr unterschiedlichen Regeln, führt aber oft zu hitzigen Diskussionen im politischen Leben wie in der öffentlichen Meinung.

Für oder gegen die Legalisierung?

Die Eindämmung des Schwarzmarktes und eine verbesserte Sicherheit für die Verbraucher sind die am häufigsten angeführten Argumente für die Legalisierung von Cannabis. Die wichtigsten Einwände gegen die Legalisierung lauten: Cannabis ist gefährlich für das Gehirn junger Menschen und die Legalisierung macht Drogen alltäglich.

Die Legalisierung von Cannabis könnte eine Mehrheit in fast allen Gruppen der Gesellschaft zusammenbringen

  1. Männer sind dafür noch mehr als Frauen.
  2. Je weiter links eine Person im politischen Spektrum steht, desto mehr wird sie die Legalisierung unterstützen.
  3. Menschen aus ländlichen Gebieten sind dem gegenüber eher skeptisch.
  4. Die Erfahrungen, die wir mit diesem Stoff haben und wie wir ihn auf der Gefährlichkeitsskala einstufen, sind sehr wichtig.
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Jeder, der noch nie Cannabis erlebt hat oder es für sehr gefährlich hält, wird die Legalisierung eher ablehnen. Schließlich spielt auch die Existenz eines Grundglaubens eine große Rolle, denn wer Drogen hauptsächlich durch Prohibition und Abstinenz bekämpfen will, ist gegen eine Legalisierung.

Multidimensionale Regulierung von Cannabis

Rechtlicher Status von Cannabis : Die Befragten ziehen einen legalen Status dem Status quo oder noch stärkerer Repression vor. Dieses Ergebnis bestätigt und bestätigt die Ergebnisse einer früheren Umfrage aus dem Jahr 2018. Forderung nach strenger Regulierung: Bei den Verkaufsstellen und der Besteuerung ist eine strenge Regulierung erforderlich. Zudem befürwortet die Hälfte der Befragten ein Werbeverbot zugunsten von Cannabisprodukten sowie Nulltoleranz am Steuer. Allerdings gehen die Meinungen über die Produktions- und Verbrauchsorte sowie über die Qualitätsanforderungen auseinander.

Nur Erwachsene rauchen : Eine deutliche Mehrheit von über 60 % befürwortet die Festsetzung des gesetzlichen Mindestalters für den Konsum von Cannabis auf 18 Jahre, und eine kleine Minderheit von 14 % würde den legalen Konsum ab 16 Jahren erlauben.

Fachgeschäfte mit Hinweis an die Kunden: Cannabis darf nur in Apotheken oder in Fachgeschäften oder in Verkaufsstellen mit qualifiziertem Personal verkauft werden. Davon sind mehr als 60 % der Befragten überzeugt.

Im Falle einer Zulassung, sind hohe Steuern erforderlich: Niemand bestreitet, dass legale Cannabisprodukte stark besteuert werden müssen; vier von fünf Teilnehmern stimmen zu.

Null Toleranz am Rad? nur die Hälfte der Bevölkerung befürwortet eine Nulltoleranz für Cannabis beim Autofahren und mehr als 40 % der Menschen fordern eine Regulierung mit einem Grenzwert für THC. Die Mehrheit der Frauen befürwortet Nulltoleranz, die Männer an einem Cut-off-Punkt.

Gefährliche Substanzen : Über die jeweilige Gefährlichkeit von Cannabis und Alkohol gehen die Meinungen weit auseinander. Alkohol gilt jedoch allgemein als gefährlicher als Cannabis. Alter, Kinderwunsch und Geschlecht beeinflussen die Meinung zur Gefährlichkeit: Jugendliche halten Cannabis für weniger gefährlich als ältere Menschen, Männer halten Cannabis oder Alkohol für weniger gefährlich als Frauen und Menschen mit Kindern fürchten Cannabis mehr als andere.

Abschließend, führt die Erfahrung zu einer anderen Sichtweise der Gefährlichkeit: Die persönliche Erfahrung von Cannabis beeinflusst direkt die Wertschätzung in dieser Angelegenheit. Eine Person, die noch nie Cannabis konsumiert hat, wird es eher für gefährlich halten, während jemand, der es regelmäßig konsumiert, es für eher harmlos hält. Jeder, der Cannabis als sehr gefährlich ansieht, wird zu einem repressiven Ansatz oder zum Status quo neigen. Umgekehrt werden Menschen, die Cannabis für harmlos halten, diese Substanz legalisieren wollen und die gleichen Regeln wie Alkohol anwenden.


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Der Autor weedmaster

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