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Snoop Dogg investiert in hessisches Cannabis-Startup

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Deutschlands größter Vertreiber von medizinischem Cannabis bereitet die Expansion in den Freizeitmarkt vor

Das hessische Start-up Cansativa will Freizeit-Cannabis künftig vertreiben. Bisher hat das Unternehmen ein Monopol auf den Großhandel mit medizinischem Marihuana aus Deutschland. Jetzt investiert auch Snoop Dogg in das Geschäft.

Das Start-up Cansativa, bisher Großhändler für medizinisches Cannabis, will Freizeit-Cannabis künftig in großem Umfang vertreiben. Für seine Wachstumspläne erhielt das Unternehmen mit Hauptsitz in Mörfelden-Walldorf von drei amerikanischen und Münchner Investoren eine Finanzspritze in Höhe von 13 Millionen Euro. „Wir wollen Vorreiter bei der Legalisierung und das operative Rückgrat der gesamten Cannabisindustrie werden“, sagte er erklärt Benedikt Söhne, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Jakob gründete.

Derzeit ist der Vertrieb von Cannabis in Deutschland nur für medizinische Zwecke auf Rezept erlaubt. Allerdings hat die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag angekündigt, „die kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Erholungszwecken in zugelassenen Geschäften“ einführen zu wollen. Das genaue Datum und die konkreten Regeln stehen jedoch noch nicht fest. In Kanada, Uruguay und neuerdings auch auf Malta ist der Erwerb und Konsum von Cannabis bereits legal.

Mit Cansativa setzten die Sons-Brüder als erste auf den Import und Vertrieb von medizinischem Cannabis in Deutschland, nachdem dieser 2017 vom Bundestag legalisiert und reguliert wurde. 2020 hat sich das Unternehmen das Monopol des Großhandels für angebautes Cannabis garantiert in Deutschland an den Bundesstaat. Seitdem kommen alle Bestellungen für deutsche Marihuana-Blüten bei Cansativa an und werden an Apotheken geliefert. 2,6 Tonnen können jährlich in Deutschland angebaut und vertrieben werden. Sie werden Patienten verschrieben, die nach einer Krebsbehandlung unter chronischen Schmerzen oder Appetitlosigkeit leiden.

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Die Zahl der Mitarbeiter wird von 20 auf 50 steigen

Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis steigt, 2021 wurden zwischen 12,5 und 15 Tonnen von Apotheken abgegeben, zu Preisen zwischen zehn und zwanzig Euro pro Gramm, je nach Form und Qualität des Produkts.

„Der Markt für medizinisches Cannabis war auch für uns ein Testumfeld“, sagt Jakob Sons. Dass das Unternehmen künftig nicht nur Apotheken, sondern auch konzessionierte Verkaufsstellen beliefern werde, ändere seiner Meinung nach wenig. Die Zahl der Mitarbeiter wird in den kommenden Monaten von derzeit 20 auf 50 steigen, weitere 50 könnten bis Ende des Jahres hinzukommen. Neben dem Standort Mörfelden hat Cansativa daher Büros im Frankfurter Westend bezogen.

Aktuell stellt der Zuschuss von 13 Millionen Euro die größte Summe dar, die das Start-up von Investoren einwerben konnte. Größter Geldgeber ist Casa Verde Capital, der US-Investmentfonds des berühmten Musikers Snoop Dogg, der sich auf den Cannabismarkt spezialisiert hat und sich bereits über eine Beteiligung am Berliner Pharmahersteller Sanity Group beteiligt hat, der eine Produktionsstätte in Frankfurt betreibt.

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Bisher hat sich der Umsatz jedes Jahr verdoppelt

Die weiteren Investoren sind der Venture-Capital-Fonds Argonautic Venture und das Münchener Family Office Alluti des Unternehmers Bert Bleicher (Hoffmann Werkzuge). Cansatavia hat die Bewertung des Unternehmens, auf der die Investition basiert, nicht offengelegt. Nach eigenen Angaben lag der Jahresumsatz mit medizinischem Cannabis im vergangenen Jahr mehr als achtstellig und verdoppelt sich bisher von Jahr zu Jahr. „Diesen Schwung können wir in den nächsten zwei, drei Jahren fortsetzen“, sagte Benedikt Sons. Die große Frage, die bleibt, ist, wann Freizeit-Cannabis verfügbar sein wird. »

Die an der Bundesregierung beteiligten Grünen gehen davon aus, dass die Legalisierung innerhalb der nächsten zwei Jahre erfolgen wird. Das Cannabis wird dann über spezielle, lizenzierte Geschäfte und Vertriebszentren vertrieben. Jakob Sons rechnet nicht damit, dass es nur in Apotheken erhältlich sein wird. "Es passt nicht zu ihrem Sortiment." BEIM Maltawerden beispielsweise spezielle Clubs für Raucher eröffnet.

Befürworter einer Legalisierung hoffen auf eine Entkriminalisierung der Nutzer und eine Entlastung der Justizbehörden. Im Jahr 2020 gab es bundesweit knapp 200 Verfahren gegen Verbraucher. Außerdem wird legales Marihuana deutlich sicherer sein. Polizeivertreter warnen derweil weiter vor der Verharmlosung von Drogen.


Tags : UnternehmenDeutschlandBerühmtheitSnoop Dogg
weedmaster

Der Autor weedmaster

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